SPD Laatzen und SPD Pattensen in Sorge um die Buslinien 340, 341 und 346

 

Besorgt reagieren die beiden SPD-Ortsvereine auf Pläne der Region, das Angebot auf den Linien 340/341 und 346 zu verändern. Noch liegt die entsprechende Drucksache für die Beratungen in der Region noch nicht vor, aber die Pläne sind bekannt geworden. „Wir wollen das Busangebot verbessern, damit es von möglichst vielen Menschen genutzt wird“, erklären Petra Herrmann, Vorsitzende der SPD Laatzen, und Jens-Uwe Kiel, Vorsitzender der SPD Pattensen, „Verschlechterungen akzeptieren wir vor allem dann nicht, wenn sie die treffen, die am meisten auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind.“

Die Linien 340 und 341 werden zu einer Linie verschmolzen. Dies hat deutliche Auswirkungen auf die Linienführung. In Laatzen sollen die Haltestellen im Bereich ADAC/Obi nicht mehr bedient werden, in Pattensen die Haltestelle „Koldinger Str.“. Die Änderungen in Laatzen würden vor allem Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Gewerbegebiet Rethen-Nord betreffen, die Änderung in Pattensen führt dazu, dass die Bewohnerinnen und Bewohner des Pflegewohnstiftes überhaupt keine Anbindung an das Busnetz haben.

Sehr bedenklich sind auch die Pläne, dass nur noch jeder zweite Bus der Linie 340/341 Anschluss an die Linie 2 in Rethen hat. Dies ist für alle ärgerlich, die diese Verbindung nutzen, um zum Agnes-Karll-Krankenhaus oder zum AquaLaatzium zu fahren. „Eine Taktanbindung an die S-Bahn in Rethen ist sicher wünschenswert, darf aber nicht zu Lasten des Anschlusses an die Linie 2 gehen“, fordern Kiel und Herrmann.

Die SPD Laatzen sorgt sich zusätzlich um die Linie 346. Der Linienarm in der Langen Weihe soll abgekoppelt und künftig nur noch mit einem Linientaxi bedient werden. „Auch in der Langen Weihe wohnen zunehmend Lebensältere, für die der Weg in die Stadtmitte zu Fuß zu weit ist. Gerade in solchen Gebieten sind Niederflurbusse unerlässlich. Ältere Menschen wollen oder können nicht mit dem Rollator in einen Kleintransporter klettern. Wenn das Angebot dann nicht angenommen wird, hat die Region das Angebot dann beim nächsten Mal gleich ganz streicht. Das kann nicht sein!“, begründet Herrmann Ärger und Bedenken, „aber auch die Taktausdünnung in den Abendstunden auf dem Linienarm durch die Sudewiesenstraße finden wir nicht gut.“

„Wir werden die Stellungnahmen unserer Städte in unseren Räten ausführlich diskutieren und dabei einer Verschlechterung des Busangebotes nicht zustimmen“, kündigen Kiel und Herrmann an.

 
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