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Besuch Oberschule Laatzen 09 02 2016

9. Februar 2016: SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Silke Lesemann besuchte Erich Kästner Oberschule Laatzen

Zwei neue Sprachlernklassen und der Wunsch nach mehr Sozialarbeiterstunden

Tagtäglich kommen neue Flüchtlinge nach Niedersachsen, was auch die Schulen weiterhin vor große Herausforderungen stellt. Um sich über die Situation vor Ort zu informieren, hat die für Laatzen zuständige SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Silke Lesemann heute (Dienstag) die Erich Kästner Oberschule in Laatzen besucht, wo sie mit Sven Hinzpeter, dem neuen Leiter der Schule, über Sprachlernklassen und Sprachförderung sprach.

Die Oberschule hat jetzt zum 1.Februar zwei Sprachlernklassen mit jeweils 16 Schülern genehmigt bekommen, die ersten an seiner Schule, berichtete Hinzpeter. Das benachbarte Gymnasium hat bereits eine solche Klasse. Es sei allerdings derzeit nicht leicht, Lehrer zu finden, die eine Ausbildung mit Deutsch als Fremd- oder Zweisprache absolviert haben. „Aber wir sind auf einem guten Weg, führen gerade Einstellungsgespräche“, sagte Hinzpeter. „Sprache ist der Schlüssel für eine gelungene Integration –und wir müssen alles unternehmen, damit die Integration gelingt“, betonte Lesemann.

Drei bis fünf Flüchtlingskinder erreichen die Laatzener Oberschule wöchentlich, berichtete Hinzpeter. In Sprachlernklasse sollen die Schüler rund 20 Stunden, weitere zehn Stunden sollen sie in einer Regelklasse unterrichtet werden, damit sie nicht den Anschluss verlieren. „Wir haben außerdem vier Ehrenamtliche, unter ihnen pensionierte Lehrer, die sich um die Flüchtlinge kümmern“, sagte Hinzpeter.

Lesemann lobte das breite Profil der Schule, die derzeit rund 420 Schüler hat, die von mehr als 30 Lehrern unterrichtet werden. Schule ohne Rassismus, Angebote zur Berufsorientierung und ein „Buddy“-System, bei dem die älteren den jüngeren Schülern helfen. „Hierdurch lernen die Schülerinnen und Schüler, füreinander Verantwortung zu übernehmen. Das Angebot der Schule gerade im Hinblick auf die Berufsvorbereitung ist sehr vielfältig“, sagt Lesemann. Hinzpeters Wunsch an die Landesregierung: Eine Aufstockung der Schulsozialarbeit. Derzeit verfüge seine Schule lediglich über eine halbe Stelle, die Jugendsozialarbeiterin kümmere sich hauptsächlich um die Berufsorientierung, aber gleichzeitig auch noch um viele andere Belange der Schülerinnen und Schüler. „Eine weitere Vollzeitstelle wäre toll“, sagte Hinzpeter. Sein Vorschlag traf bei Lesemann auf offene Ohren. „Die Stärkung der schulischen Schulsozialarbeit ist eine wichtige Forderung von Rot-Grün. Die Neukonzeptionierung und Zuständigkeitsregelung steht kurz vor dem Abschluss", sagte Lesemann. Allerdings müsse man schauen, wie das finanziert werden kann. Das Kultusministerium führe derzeit Gespräche mit den kommunalen Spitzenverbänden.

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